Hans beim Inferno Triathlon in der Schweiz

Der INFERNO Triathlon ist mit 5500 Steigungsmetern einer der härtesten und der schönsten, die ich bis jetzt gemacht habe. Er gehört bereits jetzt zu den Klassikern in einer atemberaubenden Kulisse. Das unvergleichbare Naturerlebnis in der Bergwelt des Berner Oberlandes, und die Stimmung machen den INFERNO zu einem der beeindruckendsten Erlebnisse, bei dem ich dabei sein durfte. In der Kulisse Eiger, Mönch und Jungfrau kommt man sich sehr klein vor, und es läuft mir immer noch die Gänsehaut über den Rücken wenn ich daran denke.

Bericht Inferno 20082016

Nun ein paar Eckdaten, 06.30 Start Schwimmen im Strandbad Thun nach Oberhofen mit Gegenströmung 3,1 km. Leider ist die Wasseroberfläche eher auf der unruhigen Seite gewesen und so musste man ein wenig kämpfen. Guten Mutes entstieg ich den Fluten, und nach einem gemütlichen Wechsel, (Sigi wäre beinahe eingeschlafen), ging’s auf Rennrad. In einer atemberaubenden Kulisse fährt man 97 km mit ca. 2200 Höhenmetern an den Orten Oberhofen, Sigriswil, Beatenberg, Interlaken, Meiringen, vorbei um dann auf die Grosse Scheidegg hinaufzuklettern, und dann nach Grindelwald runterzufahren. Bis dorthin hatte ich Glück mit dem Wetter, und schaffte es noch trocken vom Rennrad runter zusteigen.

Also rauf aufs MTB und die Strecke von 30 km mit ca. 1200 hm  in Angriff zu nehmen. Mittlerweile hatte es zu regnen begonnen, aber es war nur von kurzer Dauer, und es sollte nicht der prognostizierte Monsunregen mit Sturm und Schnee eintreffen. Hi also Glück gehabt [Symbol]  Also weg von Grindlwald rauf zur Kleinen Scheidegg auf 2060, runter nach Wengen und weiter nach Lauterbrunnen und dann nach Stechelberg, um dort zum Finale anzusetzen, nämlich dem Berglauf rauf aufs Schilthorn.

Wegen dem Berglauf hatte ich mir bis dahin eigentlich keine Gedanken gemacht, ich hatte ja eh ein paar Bergläufe gemacht. Meine größte Sorge galt in der eher kurz gehaltenen Vorbereitung dem Rennrad und MTB und deren Höhenmetern. Also ja runter vom MTB mit einem Grinsen im Gesicht, denn es hatte Spaß gemacht, trotz rutschigen Verhältnissen, und kniffeligen Passagen im Trail. Also Laufschuhe anziehen und noch schnell verabschieden von Sigi und los geht’s mit Laufen, die ersten 5 km sind eigentlich flach zum einlaufen perfekt. Ich hatte richtig gute Beine und war gut unterwegs.

Also der Lauf geht von Stechelberg nach Lauterbrunnen, bis da ist es wie schon gesagt eher flach. Dann rauf nach Mürren, leider bekam ich am Beginn des Anstieges Krämpfe und so entschied ich bergauf zu wandern, und die Umgebung zu genießen. In Mürren angekommen wartete Sigi schon, (leider a bissl länger wie gehofft) und dann gab es neue Kleidung für den „finalen climb“ aufs Schilthorn 2970.

Im Vorfeld hatte ich mich mit der Streckenführung nicht wirklich auseinander gesetzt. Ich kannte zwar Mürren und die Umgebung sowie das letzte Stück von Birg zum Schilthorn, und den Rest hatte ich gedacht dass ich eh aus der Gondel letztes Jahr als Betreuer gesehen hatte. Dass man aber ab Mürren eigentlich eine Abfahrt „hinaufläuft“, war mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst, und das sogenannte „Kanonenrohr“ dabei hinauf muss, mein Gott ist das steil. Nichts desto trotz kam ich nach 12 Stunden 49 Minuten und ein paar Sekunden überglücklich und überwältigt oben an. Und Sigi war auch da was will Mann mehr!! [Symbol] !! [Symbol]

Ein Erlebnis der Sonderklasse und wenn man eine „to do“ Liste hat als Triathlet, dann sollte dieses Event auf der Liste stehen. Liebe Grüße an alle Hans Kralik.